Wenn‘s mit der Hormon-Balance hapert

Mannomann, immer diese blöden Hormone! Hat man zu viel des Guten, ist es nix. Hat man zu wenig, isses auch nix. Das berühmte Gleichgewicht ist also von großer Bedeutung. Doch wie soll Frau das denn auch selbst hinkriegen, beziehungsweise wissen, was da jetzt wieder gerade wo im Ungleichgewicht ist? Tja, das ist tatsächlich ne höchst diffizile Angelegenheit! Ist man eher weinerlich oder besser gesagt sehr gefühlsintensiv unterwegs (kann durchaus auch positiv sein z.B. beim Thema Mitgefühl), dann ist man wahrscheinlich eher östrogenlastig unterwegs. Hat man schlechten Schlaf und leidet öfter an nervösen Unruhezuständen oder hat gar manchmal Herzrasen, ist oft das Progesteron zu niedrig. Doch was heißt das nun, sollte man also das Östrogen einfach irgendwie versuchen, zu reduzieren oder lieber das Progesteron erhöhen?? Oder gleich beides? Wenn das alles mal so einfach zu bewerkstelligen wäre. Die Ermittlung des Hormonstatus muss man bei den meisten Gynäkologen übrigens leider auch noch selbst bezahlen. Manche machen bei starken Wechseljahresbeschwerden freundlicherweise auch ne Ausnahme. Trotzdem kann man seinen aktuellen Hormonspiegel nicht eben mal einfach so ermitteln, wie das zum Beispiel beim Fiebermessen der Fall ist. Leider!! Es gibt nur Anhaltspunkte anhand wechselnder symptomatischer Beschwerden, an denen man sich entlanghangeln kann.

Auch kein Allheilmittel – aber sehr effektiv!

Bei inneren Unruhezuständen, die sich vor allem dann bemerkbar machen, wenn man Abends im Bett zunächst noch ganz entspannt und durchaus müde, später jedoch immer „engagierter“ versucht, einzuschlafen und frustriert feststellt, dass das einfach nicht klappt. Ist natürlich auch ein Widerspruch in sich: Engagement und Entspannung passt nicht recht zusammen. Und normalerweise braucht man sich um‘s Einschlafen auch nicht extra zu bemühen, es passiert einfach von selbst. So war das zumindest früher mal. 10-15 min hat es bei mir allerdings schon immer gebraucht, manchmal auch eine halbe Stunde, denn ich gehöre nicht, wie mein Allerliebster, zu jenen, die, kaum dass sie das Kopfkissen berühren, sofort wegpennen. Doch da half/hilft mir CBD Öl sehr gut. Ich verwende es mit 5% da es günstiger ist als das 10%. 3 – 5 Tropfen für zirka 2-3 Minuten im Mund behalten, bevor man es hinunterschluckt (verbesserte Aufnahme über die Schleimhäute, remember?) und zumindest mir fällt das Einschlafen deutlich leichter. Wenn ich vor oder nach stressigen Ereignissen so ein kleines, komisches inneres Flattern bemerke, was Gott sei Dank mittlerweile wirklich nur noch selten vorkommt, habe ich manchmal auch tagsüber schonmal ein paar Tropfen CBD Öl genommen – und es hat sich kein Herzrasen daraus entwickelt. Ich weiss jetzt natürlich nicht sicher, ob das nicht auch ohne dieses Öl vielleicht so gewesen wäre. Doch selbst, wenn es nur einen Placebo Effekt haben sollte, immerhin HAT es einen 😉 Und darüber kann Frau doch auch schon ganz glücklich sein …

Stirnband – Kopfhörer, Einschlafmusik + cool bleiben!

Wer sich damit anfreunden kann, sich 5-10 min früher als sonst ins Bett zu begeben, um über Kopfhörer beruhigende deep sleep music oder wing wave Musik anhören, wird merken, das ist ebenfalls wunderbar entspannend! Ich habe mir zusätzlich noch extra etwas bestellt, das aussieht wie ein Stirnband (das man üblicherweise zum Sport trägt) und dort, wo sich die Ohren befinden, kleine, eingenähte Lautsprecher besitzt. Das ist echt super praktisch, denn dann drückt einen rein gar nichts, falls man sogar währenddessen einpennt, sich auf die Seite dreht und vergessen hat, vorher die Kopfhörer abzuziehen. Ich könnte allerdings mit den üblichen In-Ear Kopfhörern eh nicht einschlafen, da sie mich viel zu sehr stören würden. Seit ich zudem weiß, dass der Körper sich den benötigten Schlaf einfach selbst über beispielsweise verlängerte Tiefschlaf – Phasen holt, mache ich mich wegen langsamem Einschlafen lange nicht mehr so verrückt, wie das früher mal der Fall war.

Sport, Yoga, Jacobson, Meditation, Tagebuch…

Tagsüber ebenfalls öfter mal Zeiten der Ruhe und Entspannung einzulegen, wie oft empfohlen wird, kriege ich leider bis heute nur äußerst selten auf die Reihe. Ärgert mich manchmal schon, aber habe das mittlerweile aufgegeben. Ich beruhige mich stattdessen lieber mit Sport, also mit Bewegung. Das putscht zwar viele auf, aber mich beruhigt es. Man muss einfach selber ausprobieren, was beim eigenen momentanen psychisch – physischen Zustand am geeignetsten ist. Doch was ich tatsächlich öfter mache, ist, abends aufzuschreiben, was am Tag so alles los war. Oder zumindest bewußt darüber nachzudenken, während ich mich bei Wing Wave Musik (da kommt Musik immer abwechselnd einmal aus dem rechten dann aus dem linken Lautsprecher des Kopfhörers, was extrem beruhigt und auch bei Traumapatienten erfolgreich angewendet wird) entspanne. Und ich schreibe die ToDos für morgen auf. Dafür habe ich in der Nachttisch Schublade immer Papier und Stift liegen, denn manchmal kommt mir noch eine ganz wichtige Sache durchs Hirn geschossen, an die ich mich am nächsten Tag unbedingt erinnern will und dann muss ich nicht extra nochmal aufstehen, um das zu notieren. Wer an Gott glaubt, kann auch ganz einfach für alle Leute beten, die ihm wichtig sind, auf der Namensliste kommt man dann oft weniger weit, als man dachte 😉 Nicht zu verachten ist auch der Body Scan: Um die Gedanken zu fokussieren, geht man von unten nach oben die einzelnen Körperteile durch und versucht ganz bewußt, sie zu erspüren. Dabei denkt man dann, genau wie beim Beten, an nix anderes mehr und wird dabei immer entspannter.

Mehr Selbstfürsorge

Sich selbst mehr zu verzeihen, auf sich selbst mehr Rücksicht zu nehmen und sich zur Abwechslung auch mal mehr in sich selbst statt immer nur in andere einzufühlen, fällt mir persönlich nicht immer ganz leicht. Doch wenn ich es schaffe, mit mir nicht allzu hart ins Gericht zu gehen und mir sage, dass ich eben wahrscheinlich gerade halt einfach mal wieder ein kleines Hormontief habe, geht es mir damit deutlich besser, als wenn ich mir vorhalte, zu was für einem Weichei ich denn geworden bin. Und Leute, es IST wirklich nicht für jede Frau einfach, die Wechseljahre gut zu überstehen. Das darf man sich schonmal bewußt machen, auch wenn‘s einen manchmal echt ankotzen kann. Dafür, so sage ich es mir jedenfalls immer, haben andere Frauen, die‘s leichter damit haben, eben andere Probleme, die ich dafür nicht habe. Und zur allgemeinen Aufmunterung: Es wird tatsächlich alles irgendwann wieder etwas besser. Ich bemerke das bei mir gerade. Und wenn ICH es schaffe, das zu überstehen, dann schaffst DU, meine Liebe, das ganz sicher auch!

In diesem Sinne liebe Ladies: Euch allen ein hormonell ausgewogenes und entspanntes 2022 ❤️❤️❤️

Eine Antwort zu „Wenn‘s mit der Hormon-Balance hapert”.

  1. Ach Evie, macht super Spaß, deine Zeilen mit dem gewissen Schuss Humor zu lesen und: ich fühle mich so gut verstanden!
    Ja, das Stirnband kommt mir demnächst auch ins Bett- coole Sache!

    Gefällt mir

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