Keine Krankheit, aber manchmal ganz schön krank – die Wechseljahre

Manchmal wäre ich gern ne Katze. So wie die da hinten im Bild. Interessiert sich lediglich dafür, nichts von dem zu verpassen, was um sie herum so alles läuft, will nur stets ausgiebig pennen und vor allem futtern! Und das Futter kriegt die dann auch immer noch schön hingestellt. Da sie ne Hauskatze ist, muss sie es sich nichtmal selbst organisieren, Tja, nun ist es aber leider halt mal so, dass ich keine Katze bin. Sondern eine Frau. Eine Frau in den besten Jahren! Ist euch schonmal aufgefallen, dass man das mit den besten Jahren eigentlich fast nur auf Männer bezogen sagt? Bei uns Frauen heißt es eher: Eine Frau in den Wechseljahren. Wie sich das schon anhört, Wechseljahre. Wo wechselt man denn da Bitteschön hin? Wird man (Frau) gar ausgewechselt??

Unverwechselbar

Bisher hast du, eine kompetente, mitten im Leben stehende Frau, immer geschlafen wie ein Baby. Plötzlich schläfst du öfter richtig schlecht. Bisher hattest du dein Leben einigermaßen im Lot, warst cool, souverän (meistens jedenfalls) und ruhtest in dir selbst. Plötzlich kennst du dich selber nicht mehr, flippst oft wegen Kleinigkeiten total rum. Egal wie doof dein Schatz manchmal auch sein konnte, im Bett war wenigstens immer alles gut. Plötzlich rechnest du dir jedoch aus, wieviel Stunden dir noch zum Schlafen übrig bleiben, wenn er Anstalten macht, mit dir 3+3 machen zu wollen. Deine Monatsblutung war nach spätestens 7 Tagen wirklich immer rum. Und kam erst nach 28-31 Tagen wieder. Plötzlich kannst du nicht mal mehr genau sagen, ob es sich noch um die aktuelle Blutung oder bereits schon um die nächste handelt – du bist quasi zur professionellen „Dauerbluterin“ mutiert. Und zwar mit allem, was dazugehört: Eisenmangel, Schwindel, Herzrasen (DU, die alles andere als ne Panik – Lady ist), Haarausfall, Dauererschöpfung… Uuuund: „The heat of the night“. Was früher für dich höchstens mal ein romantischer Songtitel war, sucht dich nun als nächtlichen Alptraum heim. Oh Gott, was kann das sein????? Es gibt leider keinen Zweifel mehr – unverwechselbar – das müssen SIE sein, Die Wechseljahre.

Echt jetzt? Doch nicht im Ernst! Das passt jetzt gerade Nullkommanull. Ehrlich gesagt (und ganz unter uns): Es passt eigentlich nie! DAS will man (Frau) einfach nicht! Wünscht man nichtmal seinem ärgsten Feind. Total krank, sowas. Und dann hört und ,liest man ständig überall: „Wechseljahre sind keine Krankheit. Sondern eine Chance“. Haha, auf was denn Bitteschön? Eine Chance, zum größten Jammerlappen Deutschlands gekürt zu werden oder was? Na Danke auch, blöder gehen solche Phrasen ja wohl nicht. Wurden wahrscheinlich allesamt von Männern erfunden, die nicht den Hauch einer Ahnung haben, was DA im Leben einer Frau manchmal so abgehen kann. Genau, immer schön positiv bleiben, gell? Voll der Witz, wenn dir Schlaf fehlt, Motivation, Geduld, Ausdauer, Power und: Hormone. Irgendwie schwierig, da noch schön positiv zu bleiben. Das einzig Gute: Wenn die Hitzewallung mal zur Abwechslung kurz vor dem Zeitpunkt anflutet, wo du normalerweise morgens aufstehen musst. Dann kommst du endlich mal richtig gut raus aus dem Bett. Selbst wenn die Nacht eher besch… eiden war. Denn dein Herzschlag beschleunigt sich dabei echt krass, während dir heiss wird. Und kurbelt deinen Kreislauf von ganz alleine sowas von an, dass du quasi aus dem Bett springst. Allerdings nicht unbedingt mit allerbester Laune. Da bringt dann auch die Duftlampe mit betörenden Stimmungsaufheller Düften wie „Citrus Bliss“ von Döterra nicht wirklich was. Du bist und bleibst plötzlich an gefühlt sehr vielen Tagen einfach irgendwie mies drauf. Unterbrochen zwar von – Gott sei Dank – auch besseren Zeiten. Aber wann die genau immer „dran“ sind, weißt man leider nie.

War‘s das dann jetzt mit dem guten Leben? Bleibt das etwa für immer so??? Liebe Ladies, ich nehme es lieber gleich vorweg, es bleibt leider erstmal ne ganze Weile tatsächlich so. Das ist die schlechte Nachricht. Doch die gute ist: Nicht für immer. Und man kann zwar nicht wirklich viel dagegen machen, ich bin gleich lieber krass ehrlich, aber doch zumindest manches tun, um in dieser Hormonwechselzone irgendwie zu überleben. Aber überleben muss man sie eben, da kommt man nicht drumherum. Denn das Ganze ist kein Spaziergang. Zumindest nicht für die meisten. Und für ein paar wenige (zu denen ich leider auch gehöre) kann es manchmal sogar der blanke Horror sein. Was du dir getrost sparen kannst, weil’s höchstens deinen Geldbeutel schrumpft und was tatsächlich echte Verbesserung bringt, verrate ich dir auf den nächsten Seiten. Denn glaub mir, ich war dermaßen verzweifelt, dass ich ALLES, einfach ALLES probiert habe, was mir unter die Finger gekommen ist. Mittlerweile weiß ich über dieses Thema mehr Bescheid, als so mancher Gynäkologe und möchte daher Leidensgenossinnen das, was mir geholfen hat, weitergeben. Damit sich in Deutschland weniger gequält wird. Und damit über dieses Tabuthema ehrlicher und offener geredet wird. Gern auch mal mit Humor, jedoch immer authentisch und ohne solche wenig hilfreichen Parolen wie: „Ist doch kein Weltuntergang, sondern alles ne riesen Chance“ etc.. Doch es es gibt Hoffnung. Auch für dich!

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